ESTW "Lin­ker Rhein": Ein­bli­cke in die ak­tu­el­len Bau­ar­bei­ten

13.03.2024

Kurz vor Os­tern will die Deut­sche Bahn (DB) ei­nen Groß­teil der Bau­ar­bei­ten für das elek­tro­ni­sche Stell­werk (ESTW) “Lin­ker Rhein” be­en­den, be­vor die ver­bau­te Tech­nik auf Herz und Nie­ren ge­prüft wird. Am 13. März er­läu­ter­te die Pro­jekt­lei­tung bei ei­nem Pres­se­ter­min vor Ort den ak­tu­el­len Stand und die nächs­ten Schrit­te. 

Noch bis Frei­tag, den 22. März, um 21 Uhr mon­tie­ren die Fach­ex­pert:in­nen rund um die Uhr zwi­schen Köln Haupt­bahn­hof und Brühl so­wie zwi­schen Hürth-Kal­scheu­ren und Erft­stadt wei­te­re Si­gna­le und ver­le­gen rund 60 Ki­lo­me­ter Ka­bel. Au­ßer­dem grün­den sie ei­nen Si­gnal­aus­le­ger und er­neu­ern Wei­chen­heiz­an­la­gen an zahl­rei­chen Wei­chen.

An­schlie­ßend be­gin­nen die be­son­ders wich­ti­gen um­fang­rei­chen Prü­fun­gen und Mess­fahr­ten der Tech­nik. Die elek­tro­ni­sche Tech­nik bil­det das Herz­stück der elek­tro­ni­schen Stell­wer­ke. 

Ab Sep­tem­ber 2024 sind ers­te Pro­be­fahr­ten ge­plant. Für die „Star­ke Schie­ne“ im Kno­ten Köln ist die In­be­trieb­nah­me des hoch­mo­der­nen Stell­werks am Ende des Jah­res ein wich­ti­ger Mei­len­stein.

Die DB nutzt die Sper­rung auch, um zu­sätz­li­che In­stand­hal­tungs­maß­nah­men durch­zu­füh­ren.

Mit Fer­tig­stel­lung des ESTW „Lin­ker Rhein“ wird die DB ins­ge­samt rund 110 Mil­lio­nen Euro in das neue elek­tro­ni­sche Stell­werk in­ves­tiert ha­ben. Es wird mit mo­der­ner Tech­nik aus­ge­stat­tet, da­mit es auch mit künf­ti­gen Tech­nik­ge­ne­ra­tio­nen kom­pa­ti­bel ist.

Bis Os­tern wird die DB dann seit dem Bau­be­ginn 2020 ins­ge­samt zwei Mo­dul­ge­bäu­de er­rich­tet, so­wie elf Si­gnal­aus­le­ger, elf Si­gnal­brü­cken, zahl­rei­che Si­gna­le am Ein­zel­mast, fünf Wei­chen­heiz­sta­tio­nen und zwei Ober­lei­tungs­mas­ten ge­baut ha­ben. Au­ßer­dem hat die DB rund 30 km Ka­bel­ka­nä­le, zahl­rei­che Que­run­gen und Schäch­te er­rich­tet, so­wie mehr als 300 km Ka­bel ver­legt.

Mit dem neu­en Stell­werk wer­den im Kno­ten Köln die Fle­xi­bi­li­tät zu­neh­men und die Stör­an­fäl­lig­keit ab­neh­men. Letzt­lich bil­det ESTW die Grund­la­ge für die Di­gi­ta­li­sie­rung der Schie­ne in Deutsch­land (ETCS).

Durch die neue Tech­nik er­hö­hen wir die Sta­bi­li­tät und Fle­xi­bi­li­tät bei der Zug­ab­fol­ge. Die Alt­tech­nik ist sehr stör­an­fäl­lig und die  Er­satz­teil­ver­sor­gung nicht im­mer ge­währ­leis­tet. 

- Ri­car­da Kiehl, Pro­jekt­lei­te­rin ESTW „Lin­ker Rhein“