Das Symbolbild zeigt moderne Stellwerkstechnik in Wörth
Das Symbolbild zeigt moderne Stellwerkstechnik in Wörth

Modernes Stellwerk und S11

Durch die Aufnahme des Bereichs Bergisch Gladbach in das Projekt "DSTW Köln-Mülheim" gelingt es, die abgängige und demzufolge störanfällige mechanische Stellwerkstechnik in Bergisch Gladbach voraussichtlich bereits 2027 zu ersetzen - deutlich früher als geplant.

Im Projekt „DSTW Köln-Mülheim“ wird die Leit- und Sicherungstechnik auf den Strecken im Bereich des Bahnhofs Köln-Mülheim umfassend modernisiert. Die Umsetzung des Projekts erfolgt in mehreren Baustufen. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf die erste Baustufe. Hierbei wird der Streckenabschnitt zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach technisch modernisiert: Das über 100 Jahre alte mechanische Stellwerk in Bergisch Gladbach sowie Anteile des Relaisstellwerks in Köln-Mülheim werden durch ein neues, modernes Stellwerk am Standort Köln-Mülheim ersetzt. Das denkmalgeschützte Stellwerksgebäude in Bergisch Gladbach bleibt dabei als historisches Bauwerk erhalten.

Im Zuge der ersten Baustufe wird zudem die Strecke zwischen Köln-Mülheim und Bergisch Gladbach mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem European Train Control System im Level 2 (ETCS L2) ausgerüstet. Die bisherige, nationale Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB) bleibt parallel erhalten und in Betrieb. Dank dieser Doppelausrüstung können sämtliche Züge – unabhängig davon, ob sie mit ETCS oder PZB ausgestattet sind – die Strecke weiterhin befahren.

Im Rahmen der Modernisierung werden alle Signale und Weichen an das neue Stellwerk angebunden sowie ETCS-Balisen zur Übermittlung von Fahrdaten im Gleisbereich eingebaut. Leider lassen sich für diese Arbeiten mehrwöchige Vollsperrungen auf dem Abschnitt nicht vermeiden, da ein sicherer Bahnbetrieb während der technischen Umrüstung nicht möglich ist. Wir sind uns der Einschränkungen für Anwohnende und Pendler:innen bewusst und setzen alles daran, die Maßnahme so effizient und reibungslos wie möglich umzusetzen, um die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. 

Die Inbetriebnahme der ersten Baustufe ist für 2027 geplant. Nach Abschluss der Arbeiten sorgt die neue Technik für mehr Zuverlässigkeit, weniger Störungen und ein besseres Angebot im Nah- und Fernverkehr – sowohl in der Region als auch darüber hinaus. Damit wird ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Digitalisierung des gesamten Bahnknotens Köln erreicht.