Symbolbild: Kohleabbau

In­ves­ti­ti­ons­ge­setz Koh­le­re­gio­nen (InvKG)

01.11.2022

Bun­des­tag und Bun­des­rat ha­ben am 03. Juli 2020 das „Struk­tur­stär­kungs­ge­setz Koh­le­re­gio­nen“ ver­ab­schie­det. Seit Au­gust 2020 ist es in Kraft.   

Ar­ti­kel 1 des Struk­tur­stär­kungs­ge­set­zes Koh­le­re­gio­nen ist wie­der­um das „In­ves­ti­ti­ons­ge­setz Koh­le­re­gio­nen (InvKG)“. Es re­gelt Fi­nanz­hil­fen für sol­che Re­gio­nen, die vom Braun­koh­le­aus­stieg be­trof­fen sind, die also eine gan­ze In­dus­trie ver­lie­ren. Bund und Län­der ha­ben die Ab­sicht, sol­che Re­gio­nen zu un­ter­stüt­zen, in­dem struk­tur­stär­ken­de Maß­nah­men be­son­ders fi­nan­ziert wer­den. Auch at­trak­ti­ve ver­kehr­li­che An­bin­dun­gen wir­ken struk­tur­stär­kend. Des­halb wer­den auch ei­ni­ge Aus­bau­pro­jek­te der Deut­schen Bahn über das InvKG fi­nan­ziert.   

Der Bund wird den Län­dern bis zum Jahr 2038 Fi­nanz­hil­fen für In­ves­ti­tio­nen zur För­de­rung des wirt­schaft­li­chen Wachs­tums in den Braun­koh­le­re­vie­ren ge­wäh­ren. Bis zu 14 Mil­li­ar­den Euro an Fi­nanz­hil­fen stellt der Bund für be­son­ders be­deut­sa­me In­ves­ti­tio­nen von Län­dern und Ge­mein­den be­reit. Zu­dem un­ter­stützt der Bund die Re­gio­nen durch wei­te­re Maß­nah­men in sei­ner ei­ge­nen Zu­stän­dig­keit mit bis zu 26 Mil­li­ar­den Euro bis 2038, bei­spiels­wei­se beim Aus­bau von Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­pro­jek­ten oder durch die An­sied­lung von Bun­des­ein­rich­tun­gen. Da­mit ste­hen den Län­dern Bran­den­burg, Sach­sen, Sach­sen-An­halt und Nord­rhein-West­fa­len ins­ge­samt rund 40 Mil­li­ar­den Euro zur Ver­fü­gung.  

 Mit der Auf­nah­me von kon­kre­ten Pro­jek­ten zum Aus­bau der Ei­sen­bahn-In­fra­struk­tur in das InvKG bringt der Bund zu­nächst nur sei­ne grund­sätz­li­che Be­reit­schaft zur Fi­nan­zie­rung der Pro­jek­te zum Aus­druck.   

Über die Um­set­zung der Pro­jek­te ent­schei­det dann nicht die DB. Zu­nächst sind wei­te­re Schrit­te er­for­der­lich. Die­se be­gin­nen mit ei­nem ent­spre­chen­den Be­schluss des “Bund-Län­der-Ko­or­di­nie­rungs­gre­mi­ums” (BLKG). An­schlie­ßend müs­sen die Pro­jek­te in die so­ge­nann­te “Sam­mel-Fi­nan­zie­rungs­ver­ein­ba­rung Pla­nung” auf­ge­nom­men wer­den. Erst dann kann mit der Pla­nung be­gon­nen wer­den. Die auf die­se Wei­se er­folg­te Fi­nan­zie­rungs­zu­sa­ge gilt nur für zwei Pla­nungs­pha­sen. Da­nach muss die Fi­nan­zie­rungs­si­cher­heit für die wei­te­ren Pha­sen im­mer wie­der neu zwi­schen Bund und DB ver­han­delt wer­den.  

 Da­mit un­ter­lie­gen Pla­nung und Rea­li­sie­rung von gro­ßen In­fra­struk­tur­pro­jek­ten ei­nem kom­ple­xen Re­gel­werk, an das die DB ge­bun­den ist. Zu den im InvKG ent­hal­te­nen Pro­jek­ten sind um­fas­sen­de Ab­stim­mun­gen zwi­schen Bund und Län­dern im BLKG so­wie zwi­schen dem Bund als Fi­nan­zie­rungs­ge­ber und der DB er­for­der­lich. Alle Be­tei­lig­ten ste­hen re­gel­mä­ßig und in­ten­siv mit­ein­an­der im Aus­tausch.  

 Das Ge­setz ist bis 2038 be­fris­tet. Bis da­hin ste­hen die Mit­tel zur Ver­fü­gung.  

 Im Kno­ten Köln sind im InvKG ent­hal­ten: Das Er­gän­zungs­pa­ket S11 (Aus­bau der Erft­bahn RB 38 zur S-Bahn Köln - Hor­rem - Bedburg), der Aus­bau der S6 Köln - Mön­chen­glad­bach, Aus­bau der Stre­cke Aa­chen – Köln, Aus­bau der S-Bahn Rhei­ni­sches Re­vier Ab­schnitt Ost (Bedburg – Düs­sel­dorf), Aus­bau Rhei­ni­sches Re­vier Ab­schnitt West (Bedburg – Aa­chen).